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Ein Episodenroman von Matthias Dörig

«Wo’s dunkel worde isch, hämmer es Füürli gmacht und Würscht brötlet. Do seit de Stifi plötzlich, er heb no e gueti Idee.»

Montage Badetuch

Das Buch

Der Episodenroman «De Summer chunnt ja scho glii» erzählt auf Schweizerdeutsch vom Aufwachsen auf dem Land Anfang der 1990er-Jahre.

  • Von Streichen und Mobbing auf dem Pausenplatz.
  • Von zaghaften Annäherungsversuchen in der Badi und am Punk-Konzert.
  • Vom denkwürdigen Karaoke-Abend mit dem unverwüstlichen Benno Fantastico.
  • Von einem Verkehrsunfall, der einer jungen Freundschaft ein jähes Ende setzte.
  • Vom Schulabschluss, der mit Pesca Frizz völlig aus dem Ruder lief.
  • Und von vielen anderen Geschichten, die bis heute nachhallen.

«De Summer chunnt ja scho glii» führt zurück in eine Zeit, die nach Sanagol, Bazooka und Nutella schmeckt und nach Bravo Hits, Guns N’ Roses und den Scorpions klingt. In eine Zeit, in der eine flüchtige Berührung gefühlt die Welt veränderte und aus Spass plötzlich Ernst wurde.

Tauche ein und erlebe den Vibe einer unvergesslichen Jugend!

Der Autor

Ich bin Matthias. Mein Weg führte mich vom Schulhaus Bifang in Uznach ins grafische Gewerbe und in den Lokaljournalismus. Heute bin ich Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Leuzinger & Benz in Rapperswil-Jona.

Der Episodenroman «De Summer chunnt ja scho glii» ist inspiriert von meiner Jugend, aber nicht autobiografisch. Erinnerungen, Beobachtungen, Erdachtes und Ersponnenes vermischen sich und schaffen eine eigenständige literarische Welt.

 

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«De Summer chunnt ja scho glii» ist als hochwertige Buchproduktion im Offsetdruck geplant – mit Hardcover, Fadenheftung und sorgfältiger Gestaltung. Zudem möchte ich das Buch gemeinsam mit lokalen Partnerinnen und Partnern professionell lektorieren, illustrieren und gestalten lassen.

Mit deiner Unterstützung hilfst du, dieses Buch Wirklichkeit werden zu lassen. Du kannst «De Summer chunnt ja scho glii» bereits heute vorbestellen und das Projekt zusätzlich mit einem frei wählbaren Beitrag unterstützen. Der Versand erfolgt voraussichtlich im 1. Quartal 2027.

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Du kannst – wie ich – die Veröffentlichung von «De Summer chunnt ja scho glii» kaum erwarten? Hier gibt es eine erste Kostprobe.

Karaoke-Party

Churz vor de Wiehnacht händ’s im Jugendtreff e Karaoke-Party organisiert. De Fredy us de Parallelklass isch sofort Füür und Flamme gsii. «Do mach i mit», hät er uf em Pauseplatz freudig verchündet. Es paar händ gröölet: «Uusgrächnet du!» De Fredy isch chlii und dick gsii und hät meischtens echli gmüffelet. «Chasch als Meat Loaf uf’d Bühni», hät de Stifi gspöttlet.Weiter lesen

De Typ, wo im Jugendtreff d Karaoke-Aalag uufgstellt hät, isch echli gspässig gsi. Es paar Johr älter als mir, mit ere komische Vokuhila-Frisur. Er hät e gäggeligääli Hose aagha, es wisses Hämp und e zündroti Flüüge. De Typ hät sich als Benno Fantastico vorgstellt. «Am Schluss dörf jede sin Favorit uf en Zädel schriibe und de Gwünner chunnt en Priis über», hät er überschwänglich gruefe.

Zum zeige, wie d Aalag funktioniert, hät er zerscht sälber es Lied zum Beschte gäh. «Verdammt ich lieb dich» vom Matthias Reim. De Benno hät sich uufpluschteret wie en Opere-Sänger und mit eme rollende R übertriebe luut gsunge. Im ganze Lied hät er kein einzige Ton troffe. «So guet chömmer das au», han i zum Röfe gseit. «Chum, mir mached mit!»

Zerscht sind es paar us de erste Sek a de Reihe gsi. Öpper hät «Somebody dance with me» vom DJ Bobo gsunge und öpper «It’s my life» vom Dr. Alban – nöd emol so schlächt. De Röfe und ich händ üs für «Die da» vo de Fantastischen Vier entschiede. Mir händ viel Applaus übercho, obwohl de Röfe bim Text es paar Mol druss gfloge isch. Nachher hät aber de Stifi de Vogel abgschosse. Er hät mit ere furchtbar höche Stimm «I will always love you» vo de Whitney Houston is Mikrofon kräächzet. S Publikum hät en rächt schnäll vo de Bühni pfiffe.

Nach de Pause isch de Fredy dra cho. Er hät sich richtig in Schale gworfe und e schwarzi Hose und es frisch büglets schwarzes Hämp aagleit. Um de Hals hät er e silbrigi Lametta-Chetti treit und uf em Chopf hät er en schwarze Filzhuet gha. Er hät gstrahlet, wo’n er uf’d Bühni cho isch. So usepützlet hät mer en fascht nöd kännt.

De Fredy hät «Billie Jean» vom Michael Jackson gsunge und dezue de Moonwalk gmacht. S hät schampar guet tönt und d Bewegige händ uusgseh wie ächt. So en Uuftritt hett mer em gar nöd zuetraut. D Lüüt händ klatschet und gjublet. Wo’n er fertig gsii isch, hät’s en lange Applaus gäh und es paar händ anerchännend pfiffe. Em Fredy isch de Schweiss i ganze Bäch über’s Gsicht gloffe. Vill händ em uf’d Schultere klopft: «Super gmacht! Mini Stimm häsch uf sicher!» So glücklich han i de Fredy no nie gseh.

De Obig isch fascht fertig gsii, do seit de Benno, jetz gäb’s no eis Lied und dänn werdi abgstimmt. Als Letschts isch d Fabi uf d Bühni cho. Sie hät es engs Bikini-Oberteil aagha und en schwarze Minirock. Dä hät sie wahrschiinlich de Muetter zum Chaschte us kluppet. D Fabi hät «Boys» vo de Sabrina gsunge und dezue mit em Füdli gwagglet. Mir händ sofort gmerkt, dass sie nöd cha singe. De Uuftritt isch trotzdem zimmli guet aacho, vor allem bi üs Buebe. Es paar händ sogar «Zugabe» gruefe, aber de Benno hät gseit, es seg jetz Ziit zum abstimme.

De Röfe und ich sind überraschend Dritti worde. Weisch wie hämmer de Plausch gha. De zweit Platz isch a die Gruppe gange, wo DJ Bobo gsunge hät. So langsam isch d Uufregig grösser worde. Ich ha schräg zum Fredy übere glueget. Er isch echli für sich gstande und hät nervös a sinere Lametta-Chetti umegnäschtlet. Erwartigsvoll hät er de Benno fixiert.

Und dänn hät d Fabi gwunne. Em Fredy isch de Lade abe. S Gsicht isch em völlig entgleist. Im Jugendtreff hät’s en riese Applaus gäh. D Fabi isch zmitzt dur s Publikum zu de Bühni füre tänzlet. Det hät sie vom Benno Fantastico en Samichlausbiber und drüü Küssli übercho.Weniger

Häufige Fragen